GESAMTSCHULE HENNEF
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Gesamtschule Hennef

Bauherr:Hochbauamt der Stadt Hennef
Bauwerkskosten:1. BA:13.950.000,- DM
 2. BA: 6.930.000,- DM
 3. BA:4.850.000,- DM
Umbauter Raum:1. BA:30.000 cbm
 2. BA:14.000 cbm
 3. BA:12.000 cbm
Bruttogeschoßfläche:1. BA:5.600 qm
 2. BA:2.850 qm
 3. BA:2.700 qm
Bauzeit:1. BA:10/95 - 12/96
 2. BA:08/99 - 07/00
 3. BA:06/01 - 07/02
 
Für den Neubau der Gesamtschule Hennef wurde der Versuch unternommen, die Konzentration eines Schulzentrums zu vermeiden und eine aufgelockerte Bebauung in Form von Einzelhäusern zu realisieren, die, um einen Hof gruppiert, den Charakter eines Schuldorfs haben. Darüber hinaus fügt sich diese Form der Bebauung harmonisch in das vorhandene Umfeld ein. Aufgrund der vorhandenen Geländetopographie wurden die einzelnen Baukörper bis auf das Verwaltungsgebäude E unterkellert. Von der Schulhofseite aus ergibt sich der Eindruck von eingeschossigen Baukörpern. Die Zusammenfassung bestimmter Raumgruppen in den Einzelbaukörpern A - H entspricht jeweils ihren funktionellen Anforderungen: Noch während der Realisierung des ersten Bauabschnittes wurde vom Bauherrn entschieden, die ursprünglich als Realschule geplante Anlage in eine Gesamtschule umzuwandeln.

Um eine flexible Nutzung für geänderte Grundrissvarianten zu ermöglichen, erfolgte die Ausführung als Stahlbeton-Skelett-Konstruktion, wobei jeweils ein innerer und ein äußerer Ring als Ringanker ausgebildet sind, die auf Stahlbetonstützen aufliegen, und mittels Stürzen verbunden sind. Außer Aussteifungswänden sind die Außenwände nichttragend ausgebildet, das gleiche gilt weitestgehend auch für die Innenwände. Diese Konzeption würde auch eine völlig andere Nutzung der Gebäude ermöglichen.

Ein besonderes Augenmerk galt der Materialwahl, wobei sowohl im Rohbau wie im Innenausbau weitgehend natürliche und strapazierfähige Materialien eingesetzt wurden.

Die Außenanlagen setzen sich zusammen aus einer Mischung von begrünten, zum Teil baumbestandenen Flächen, der eigentlichen Schulhoffläche, sowie einem rückwärtigen Bereich mit Schulgarten und Gewächshaus. Weiterhin wurden Flächen für Streetball und Tischtennis, sowie ein Grillplatz vorgesehen. Im hinteren Bereich des Schulgeländes befindet sich ein Biotop, welches durch den Überlauf der Regenwasserzisterne bzw. der Sickermulde nachgespeist wird. Diese Zisterne mit rd. 72.000 Liter Fassungsvermögen wird für die Toilettenspülung genutzt. Die Entwässerung des Regenwassers erfolgt über Sickermulden bzw. Rigolen, so daß die Niederschläge auf dem Grundstück verbleiben.


Erster Bauabschnitt

Die 2 südlichen Baukörper B und C, mit offenen Pausenhallen verbunden, beherbergen die Jahrgangsklassen 5 - 9. Die Bereiche für Lehrer, Verwaltung und Bibliothek sind zentral im mittleren Haus E untergebracht. Notwendige Übersichten zum Pausenhof und funktionelle Bezüge der Räume im Innenbereich sind somit gegeben. Eine weitere funktionelle Zusammenfassung des musisch-technischen Bereiches, sowie des naturwissenschaftlichen Bereiches erfolgte in den Baukörpern D und F. Die jeweils zentralen Innenraumbereiche sind großzügig bemessen und erlauben ausreichende Spiel- und Bewegungsflächen. Dennoch beträgt der Gesamtteil der Verkehrsflächen lediglich ca. 15 %. Der Innenbereich des Gebäudes B ist als Forum ausgebildet und ergibt durch die Zuschaltbarkeit des angrenzenden Mehrzweckraums eine ausreichende Größe für Schulveranstaltungen verschiedenster Art. Durch die bis zur Dachhaut durchgehende Innenraumhöhe und das Dachoberlicht erhält das Forum, wie auch die Hallen der Klassenhäuser A und C, die notwendige Raumqualität eines Großraums. Die einzelnen Baukörper sind als Schutz vor Witterung mittels überdachter Gänge verbunden, welche zugleich im Dachbereich die notwendigen Energieversorgungsleitungen aufnehmen.

Galerie:


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Zweiter Bauabschnitt

Der zweite Bauabschnitt besteht aus den Häusern A und G. Im Gebäude G wurde im Erdgeschoß die erforderliche Mensa mit Küche und Nebenräumen, sowie ein Bistro untergebracht. Im Untergeschoß befinden sich Ruhe- und Freizeiträume für Kicker, Billard, Brettspiele, sowie ein Filmraum. Das Haus A beherbergt die Jahrgangstufen 9 + 10 und erhielt ebenfalls einen zentrale Halle mit Dachoberlicht.
Auch hier wurden die Gebäude mittels überdachter Gänge bzw. Pausenhalle an die vorhandenen Gebäude angebunden.


Galerie:


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Dritter Bauabschnitt

Der dritte und vorerst letzte Bauabschnitt ist für die Jahrgangsstufen 11 - 13, sowie die erforderlichen Fachräume vorgesehen. Im Gegensatz zu den übrigen Häusern ist hier das Dachgeschoß ausgebaut, und bildet zusammen mit der mit Mediothek im Erdgeschoß das Herzstück des Hauses. Die Belichtung der Mediothek erfolgt über großflächige Dachoberlichter, welche mit Sonnenschutzanlagen ausgestattet sind. Im Erdgeschoß befinden sich die Klassenräume und der Sanitärbereich, im Untergeschoß sind Naturwissenschaftliche- und musisch-technische Fachräume, sowie Nebenräume untergebracht.


Galerie


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